755 Kilometer liegen zwischen Bernau und St. Wendel. Dazwischen liegen Autobahnen, Anreisen und Terminpläne. Trotzdem haben Tänzerinnen und Tänzer der Eastside Fun Crew aus Bernau und der Tanzschule Stage aus St. Wendel ein gemeinsames Stück erarbeitet und am 18. Oktober 2026 im Saalbau St. Wendel auf die Bühne gebracht. Das Ergebnis trägt den Titel ECHO – Tanz der inneren Stimme.
Ein Stück über die innere Stimme
ECHO ist ein urbanes Tanz-Theater der Tanzcompany THE BLACKLIST der Eastside Fun Crew aus Bernau. Das Stück wurde zunächst in Bernau uraufgeführt. Für die Aufführung in St. Wendel wurde es gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern der Tanzschule Stage neu einstudiert.

Im Zentrum stehen junge Erwachsene auf der Suche nach sich selbst. Zwischen Zweifeln und Träumen begleitet sie eine Stimme, die mal als Berater, mal als Kritiker, mal als Freund auftritt. Das Stück handelt von dem lautesten Gespräch, das niemand sonst hören kann: von Gedanken, die leise beginnen und laut werden, sobald man sie nicht mehr ignorieren kann. Wer bin ich wirklich? Bin ich gut genug? Und ist das alles real? Die Fragen sind universell, die Antworten bleiben offen. Das Publikum ist eingeladen, sich aus einem anderen Blickwinkel zu begegnen: ehrlich, mutig, echt.
Proben über die Distanz
Die eigentliche Herausforderung lag vor der Bühne. Seit mehreren Wochen probten die Ensembles abwechselnd in Bernau und in St. Wendel. Regelmäßige Trainingseinheiten fanden an beiden Standorten statt, und die Tänzerinnen und Tänzer besuchten einander, um gemeinsam an der Choreografie zu arbeiten. Aus zwei Gruppen wurde so über die Monate ein Ensemble.
Die Organisation solcher Proben über mehrere Hundert Kilometer hinweg verlangt Planung: Zeitfenster müssen abgestimmt, Anreisen organisiert und Probenräume gefunden werden. Gerade dieser Aufwand machte die Zusammenarbeit intensiv und zeigt, wie viel Engagement hinter einem Projekt wie diesem steckt.
Das Wochenende in St. Wendel
Die letzten Tage vor der Aufführung waren eng getaktet. Am 16. Oktober reiste das Ensemble nach St. Wendel. Am 17. Oktober folgten Aufbau und Proben vor Ort. Am 18. Oktober fand die Aufführung im Saalbau St. Wendel statt.
Das Publikum zeigte sich begeistert. Die Vorstellung machte deutlich, dass das Konzept trägt: Ein Stück, entstanden über Distanzen hinweg, kann vor Ort ebenso überzeugen wie an seinem Ursprungsort.
Foto: Oliver T. Rubert, otr-photo.de
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Foto: Oliver T. Rubert, otr-photo.de
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Foto: Oliver T. Rubert, otr-photo.deAusblick
Nach der Aufführung waren sich die beteiligten Partner einig, dass dieses Projekt kein Einzelfall bleiben soll. Künftig sollen weitere Kooperationen dieser Art möglich sein, unabhängig davon, wie weit die Standorte auseinanderliegen. Dabei steht auch die Frage im Raum, welche Fördermittel und Unterstützungsmöglichkeiten solche Vorhaben tragen können. Die Partner wollen diese Möglichkeiten gemeinsam prüfen, damit Proben, Reisen und Aufführungen auch langfristig realisierbar bleiben.